Termine
Ort
Zoom
Veranstalter
VFLL-Akademie
Dozent*in
https://diskriminierungskritische-bildung.de/
Dr. Jule Bönkost arbeitet seit 2013 im Feld der diskriminierungskritischen Bildung. Ziel ihrer Arbeit ist es, Menschen unter anderem in Vorträgen, Seminaren und Workshops für Privilegien und Machtverhältnisse zu sensibilisieren und zur kritischen Selbstreflexion und diskriminierungskritischem Handeln zu motivieren. Als Lektorin bearbeitet sie Texte aus einer diskriminierungssensiblen Perspektive heraus. Sie ist eine der Gründer*innen des Instituts für diskriminierungsfreie Bildung und unterrichtet als Lehrbeauftragte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Alice Salomon Hochschule zu diskriminierungskritischer Bildung.
(Namen anklicken für mehr Infos)
Für wen?
Alle Personen, die Texte professionell erstellen oder die Erstellung begleiten:
Kosten
280,00 € für Mitglieder*
/ 420,00 € für Nichtmitglieder
*VFLL, VdÜ, BDÜ, BücherFrauen, Illustratoren Organisation, Berufsverband Text und Konzept, Selfpublisher-Verband, Junge Verlags- und Medienmenschen, texttreff.de,
Börsenverein des Deutschen Buchhandels LV Bayern, Goldegg Training (Alumni und Absolvent*innen)
Anmeldung
Anders als bei anderen Fortbildungen des VFLL müssen zum Anmeldeschluss alle Anmeldungen vorliegen. Sie sind interessiert an einer Teilnahme? Bitte melden Sie sich spätestens am 22. September 2026 an.
Anmeldeschluss: 22. September 2026Beschreibung
Texte diskriminierungskritisch analysieren, diskriminierungssensibel redigieren, für Diskriminierung sensibilisieren
»Die Relevanz von Sprache geht weit über die bloße Kommunikation von Informationen hinaus. Sie formt unsere Gedanken, prägt unsere Identität und beeinflusst unsere Interaktionen mit anderen Menschen. In einer Gesellschaft, die von Vielfalt geprägt ist, gewinnt die Verwendung diskriminierungssensibler Sprache zunehmend an Bedeutung.« (Quelle: Duden)
Der Wortschatz des Deutschen enthält Ausdrücke und Beschreibungen, deren diskriminierende Konnotation oftmals nicht bekannt ist. Sie als Lektor*in können Textschaffende für sprachliche Diskriminierungen sensibilisieren sowie Klischees entlarven und problematisieren. Auch kann es Ihre Arbeit sein, mit Verlagen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ins Gespräch zu gehen, um gemeinsam einen Weg für eine diskriminierungsfreie Sprache zu finden. Das Wissen und die Kompetenzen für diese anspruchsvolle und wichtige Arbeit erwerben Sie in diesem Onlineworkshop.
Über die Theorie und die Anwendung am Text nähern Sie sich dem Thema „sprachliche Diskriminierung“ und erwerben das Know-how für die diskriminierungssensible/-kritische Arbeit am Text und den dazugehörigen Illustrationen und Abbildungen. Der Workshop vermittelt Ihnen grundlegende Prinzipien diskriminierungssensiblen Lektorierens, die genreübergreifend gelten. Zugleich erhalten Sie die Gelegenheit, diese Prinzipien auf Ihre Arbeitsfelder zu beziehen und in der Gruppe gemeinsam auszudifferenzieren.
Im Fokus stehen übergreifende Mechanismen diskriminierender Sprache. Einzelne Formen diskriminierender Sprache, zum Beispiel rassistische, sexistische oder ableistische Muster, werden exemplarisch aufgegriffen, insbesondere dort, wo sie sich in den ausgewählten Beispielen deutlich zeigen.
Voraussetzungen
Lernziele
Methoden
Programm
Was ist strukturelle Diskriminierung?
Einführung in Diskriminierung und ihre Formen (z. B. Sexismus, Rassismus, Klassismus) sowie in strukturelle Machtverhältnisse und zentrale Begrifflichkeiten wie Othering, Vorurteil, Bias, diskriminierungskritische Selbstbezeichnungen und sprachpolitische Entwicklungen
Sensibilisierung für diskriminierende Sprachmuster
Arbeit mit Beispielen zu übergreifenden Mechanismen diskriminierender Sprache (z. B. Othering, Fremdbezeichnungen, implizite Normen) sowie zu genrespezifischen Ausprägungen unter Berücksichtigung der Arbeitsfelder der Teilnehmenden
Input zu Zielen diskriminierungssensibler Textarbeit und Strategien im Lektorat
Dieser Teil ist zunächst genreübergreifend angelegt und führt in zentrale Ziele und Kriterien ein, die sich auf alle Textsorten anwenden lassen. Im Anschluss werden – mit Blick auf die Arbeitsfelder der Teilnehmenden – genrespezifische Besonderheiten gemeinsam herausgearbeitet.
Üben der diskriminierungskritischen Textanalyse
Gemeinsame Analyse ausgewählter Textausschnitte, um die zuvor eingeführten Kriterien praktisch anwenden und problematische Reproduktionen von Diskriminierung identifizieren zu können.
Die Arbeit mit Beispielen fokussiert Sachtexte, da sie typische Mechanismen diskriminierender Sprache – etwa unreflektierte Kategorien, Kollektivbegriffe oder implizite Normen – besonders deutlich sichtbar machen und eine gemeinsame Grundlage für die Analyse bieten.
Hands-on
Ausgehend von ihrer Textanalyse erarbeiten die Teilnehmenden diskriminierungssensible Überarbeitungen und tauschen sich über Herausforderungen, Entscheidungsprozesse und Formulierungsoptionen aus.