Seminar/Workshop | Präsenz
Donnerstag, 28. September 2023–Freitag, 29. September 2023
Romandramaturgie I: Basiswissen zu Plot und Spannung

Termine

Do, 28. September 2023
10:00–17:00
Fr, 29. September 2023
10:00–17:00

Ort

Literarisches Colloquium Berlin

Am Sandwerder 5
14109 Berlin

Webseite

Dozent*in

(Namen anklicken für mehr Infos)

Für wen?

Freie Lektor*innen

Verpflegung

25

Teilnahmegebühren

447 Euro für Mitglieder*

604 Euro für Nichtmitglieder

 

*VFLL, VdÜ, BücherFrauen, io, Texterverband, Selfpublisher-Verband der, Junge Verlagsmenschen, ATICOM

Weitere Infos

Silke Leibner,  silke.leibner@vfll.de

Anmeldung

Anmeldeschluss: 01. September 2023

Wie gehe ich als Lektor*in mit belletristischen Texten um, die dramaturgisch unzureichend gestaltet sind? Wie erkenne ich grobe Mängel, bevor ich mit dem Redigieren beginne? Und wie kann ich Autor*innen vermitteln, dass es strukturelle Mängel gibt, ohne sie zu entmutigen? Gerade dann, wenn das Manuskript bereits fertiggestellt ist und in seiner Struktur verändert werden muss, sind Lektor*innen besonders gefordert. Sie müssen die notwendigen Veränderungen nicht nur klar erkennen und benennen können, sondern auch einen gangbaren Weg für die dramaturgischen Änderungen finden und ihn überzeugend darlegen.

 

Aber auch dann, wenn Lektor*innen den kreativen Schreibprozess begleiten, also noch kein fertiges Manuskript vorliegt, ist das Wissen rund um eine gute Dramaturgie sehr hilfreich. Wie ist ein guter, stimmiger Plot aufgebaut? Wie schaffe ich es, den Spannungsbogen von Anfang bis Ende aufrechtzuerhalten? Welche Erzählhaltungen sind möglich? Welche Kriterien sind für unterschiedliche Textsorten/Genres, für verschiedene Ziel- und Altersgruppen zu beachten? Wie erzeuge ich bereits zu Beginn des Romans Spannung? Gibt es dramaturgische Modelle? Können sie die Arbeit von Lektor*innen erleichtern?

 

All diese Fragen beantwortet die Dozentin in dem zweitägigen Kurs auf der Basis eines Power-Point-Vortrags und anhand konkreter Beispiele. Dabei legt sie großen Wert auf die unmittelbare Umsetzung des Erlernten in Übungen, die den Lernerfolg prüfen und garantieren.

Vorkenntnisse

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein Minimum an Erfahrung im Lektorat belletristischer Texte ist zwar wünschenswert, aber keine Bedingung. Den Teilnehmer*innen wird die Gelegenheit gegeben, eigene anonymisierte Textbeispiele einzusenden, die gemeinsam besprochen werden.

Lernziele

Die Teilnehmer*innen lernen, was eine gute Dramaturgie ausmacht, wie sie funktioniert und welche Regeln zu beachten sind. Sie erfahren, wie sie Autor*innen von notwendigen strukturellen Änderungen am Manuskript überzeugen und bei dieser Arbeit begleiten können. Eine Checkliste, die sie am Ende erhalten, wird die Arbeit mit den Autor*innen erleichtern.

Methoden

Vortrag, Gespräch, Übung

Programm
Seminartag 1

Vormittag Theoretische Grundlage 1 – Das dramaturgisch stimmige Konzept, der gute Plot; Kriterien für die Beurteilung und Tipps für das zielgerichtete Arbeiten mit Autor*innen

 

Nachmittag Was am Vormittag theoretisch vermittelt wurde, wird in Übungen praktisch umgesetzt. Worauf muss ich achten bei der Begutachtung? Wie äußere ich Kritik, damit sie konstruktiv und nicht entmutigend ist? Wie setze ich Ziele für den*die Autor*in? Wie komme ich Schritt für Schritt diesen Zielen näher?

 

Besuch eine*r Gastautor*in im Seminar.

Seminartag 2

Vormittag Theoretische Grundlagen 2 und 3 – genrespezifische Merkmale und die daraus resultierenden unterschiedlichen Anforderungen an den*die Lektor*in; verschiedene Mittel, um Spannung in verschiedenen Textsorten zu erzeugen

 

Nachmittag Praktische Beispiele/Übungen, um das neue Wissen zu prüfen und zu festigen; zusammenfassende Wiederholung des Lernstoffs, Auswertung, letzte Fragerunde, Möglichkeit zur Bildung eines Netzwerks, um sich gegenseitig zu unterstützen, Verabschiedung.